
Universitätscampus IT:U Linz
Fließende Lernlandschaft
Der Universitätscampus der neuen IT:U Linz ist als architektonisch zeichenhaftes Gebäudeensemble konzipiert, das sich schlüssig in den umgebenden Kontext einfügt und diesen selbstbewusst weiterentwickelt. Die Identitätsstiftung erfolgt durch ein fließendes Gebäude mit Bezug zur Landschaft und ein vernetztes Bauwerk, das sich auf den Inhalt als »gebautes Netzwerk« oder »gebaute Datenströme« bezieht. Der Entwurfsansatz nimmt Bezug auf die Topografie des Grundstücks und konzipiert die Gebäude als topographische Schichten. Die ortsprägende Charakteristik der Landschaft des beginnenden Mühlviertels dient als gestalterische Grundlage: Die Gebäudestruktur wird als künstliche, fließende Landschaft konzipiert. Die Baukörper orientieren sich in ihrer Hauptausrichtung an gebauten Höhenschichtlinien und fügen sich dadurch harmonisch in das Grundstück ein.
Platzierung
1. Preis Wettbewerb 2024
Lage
Linz, Österreich
Mitarbeitende
Tobias Maurer (PL), Martin Belkovsky (PL WBW), Ninoslav Ilic (PL Stv), Lisa-Marie Androsch, Dina Elsadi, Anika Kristen, Yana Tsarynnyk
Bauherr
BIG
Größe
60.228 m² BGF
Status
In Planung
Renderings
janusch.co

Der Campus als Netzwerk
Architektonisch spannt sich ein Netzwerk linearer Baukörper mit bis zu vier oberirdischen Geschossen über das Gelände. Die Volumina sind klar ablesbar und durch auskragende Fassadenelemente horizontal gegliedert, die zugleich als sommerlicher Sonnenschutz dienen. Pergola-artige Lamellenkonstruktionen überdachen die Hauptzugänge zwischen den Bauteilen und schaffen luftige Verbindungen. Die organisch geformte Gebäudestruktur ermöglicht effiziente Personenströme – sowohl im Außenraum als auch im Inneren.
»Der den Campus umgebende Freiraum wird weitestgehend als ökologisch wertvoller Naturraum belassen, der sich zwischen den Gebäuden als organisch geformte Grüninseln ausdifferenziert.«
Ein grüner Campus
Die Gebäude sind großzügig durch bodengebundene, begrünte Pergolen miteinander verbunden. Die Dächer sind extensiv begrünt, mit Photovoltaikanlagen ausgestattet und teilweise als Terrassen nutzbar. Die Ausrichtung der Baukörper ermöglicht eine optimale Winddurchströmung des Standortes.





