Gymnasium Schöneiche

Ab ins Grüne!

Das neue Gymnasium in Schöneiche folgt dem Leitbild „Das Kleine im Großen wiederfinden“. Der Schulbau greift den Maßstab der umliegenden Einfamilienhausbebauung auf und übersetzt ihn in eine gegliederte, kompakte Gebäudestruktur. Vier versetzte Baukörper zeichnen die Grundstückskanten nach und lassen auch in der Fassade eine kleinere Körnung entstehen. Durch den flächensparenden, viergeschossigen Schulbau bleibt ein großer Teil des Grundstücks als zusammenhängender Grün- und Schulgarten erhalten. Im Erdgeschoss öffnen sich Aula, Mensa und Bibliothek zum Freiraum und schaffen einen fließenden Übergang zwischen Schule und Natur.

Platzierung

1. Preis Wettbewerb 2026

Lage

Schöneiche bei Berlin, Deutschland

Mitarbeitende

Bernadett Csenteri, Julian Heinen, Radoslaw Matusiak

Bauherr

Landkreis Oder-Spree

Bauausführung

HABAU Deutschland, Meyer Hochbau

Lernen in Gemeinschaft

Die Lernräume sind in überschaubaren Clustern organisiert und werden durch offene, gemeinschaftlich nutzbare Bereiche ergänzt. Großzügige Fenster schaffen einen direkten Bezug zum umgebenden Grün, während unterschiedliche Raumangebote Platz für Lernen, Austausch und Rückzug bieten. Transparente Übergänge verbinden die einzelnen Bereiche miteinander und ermöglichen eine flexible Nutzung im Schulalltag.

Zentral verbunden

Die innere Organisation der Schule ist einfach, modular und übersichtlich aufgebaut. Jeder Baukörper beherbergt einen eigenen Cluster, während der mittlere Baustein die gemeinschaftlich genutzten Bereiche bündelt und die einzelnen Teile der Schule miteinander verbindet. Im Erdgeschoss übernimmt das Foyer eine zentrale Funktion als Verteiler zwischen Schulalltag, Sport, Ganztagsbetreuung und Musikschule. Kurze Wege, direkte Sichtbeziehungen und räumliche Nähe ermöglichen dabei sowohl eine getrennte als auch eine gemeinsame Nutzung der unterschiedlichen Bereiche.

Schule und Sport im Zusammenspiel

Zwischen Schulgebäude und Sporthalle entsteht ein klarer Übergangsbereich mit eigenem Zugang. So kann die Sporthalle unabhängig vom Schulbetrieb erschlossen und beispielsweise auch für den Vereinsbetrieb genutzt werden. Gleichzeitig bleibt sie unmittelbar mit der Schule und den Außenanlagen verbunden. Die klare Trennung der Zugänge ermöglicht unterschiedliche Nutzungen, ohne die kurzen Wege innerhalb des Gebäudes aufzugeben.

„Die kompakte Setzung schafft klare Orientierung und gibt dem Freiraum möglichst viel Raum. So entsteht eine Schule, die sich selbstverständlich in ihr Umfeld einfügt und zugleich Raum für Lernen, Bewegung und Begegnung schafft.“

Orientierung aus dem Ort

Die versetzte Anordnung der Baukörper folgt den Grundstückskanten und reagiert auf die unterschiedlichen Seiten des Standorts. Zum Vorplatz orientiert sich der Haupteingang, während ein eigener Zugang die Sportnutzung erschließt. Gleichzeitig konzentriert die kompakte Gebäudestruktur die bebaute Fläche und lässt im Inneren und Süden des Grundstücks großzügige zusammenhängende Garten- und Freiräume entstehen. So verbindet die Baukörpersetzung klare Orientierung und kurze Wege mit einem möglichst großen Außenraumangebot.

Materialität

Die Materialität der Schule folgt einer robusten und zugleich freundlichen Gestaltung. Außen prägen eine grüne Putzfassade und Metallelemente den Baukörper, während im Inneren natürliche und widerstandsfähige Oberflächen zusammenkommen. Holzwolle-Akustikdecken, sichtbare Betonstützen und Linoleumböden in Terrazzooptik bestimmen das Erscheinungsbild und sind auf die Anforderungen des Schulalltags abgestimmt. In der Sporthalle ergänzen Holzoberflächen und eine Polycarbonatfassade das Materialkonzept.

Klima und Ressourcen

Das Nachhaltigkeitskonzept verbindet Gebäudetechnik und Freiraumplanung. Photovoltaik liefert Energie, Regenwasser wird zur weiteren Nutzung gesammelt und begrünte Gartenzonen unterstützen das Mikroklima. Ergänzt wird das Konzept durch eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, eine Wärmepumpenkaskade sowie Fußbodenheizung und -kühlung. So greifen unterschiedliche Bausteine zu einem ganzheitlichen Energie- und Klimakonzept ineinander.