
Life Science Center Wien
KI und Medizin kommen zusammen
Die Einbettung in den urbanen Kontext ist zentraler Bestandteil des Entwurfs. Die Gebäudeform ist ein winkelsymmetraler Sechseck-Grundriss und reagiert auf die Gegebenheiten des Ortes. Richtung Nordwesten und Südosten weitet sich das Gebäude aus und führt zu einer optimalen Ausnutzung des Bauplatzes. Überdies wird die Schaffung eines großzügigen Innenhofes ermöglicht, der eine Anordnung von natürlich belichteten Räumen in allen Obergeschossen erfüllt. In der äußeren Wahrnehmung bricht die gewählte Form die Gebäudelänge und erzeugt kurze Fassadenflächen, was zu einer städtebaulichen Verträglichkeit der Gebäudekubatur im urbanen Kontext führt.
Platzierung
1. Preis Wettbewerb 2025
Lage
Wien, Österreich
BauherrInnen
LSC Immobilienprojekt Errichtungs und Verwaltungs GmbH & Co KG, Wirtschaftsagentur Wien, Ein Fond der Stadt Wien
Realisierungspartner
Granit Bau
Größe
20.600 m² BGF
Mitarbeitende
Vitus Barth, Oliver Dunkel, Zuzana Havlik, Gerhard Höllmüller, Paulina Lakomiec, Jakub Lech, Nadja Opardija, Tobias Maurer, Andreas Mayer
Status
In Planung
Statik, Haustechnik, Bauphysik
Vasko & Partner
Laborplanung
HW-Med, ZACH UND PARTNER Ziviltechniker GmbH
Entwurfskonzept
Die Fassade des Gebäudes folgt einem klaren Grundraster, das sich sowohl an den Standards der Laborplanung als auch an jenen der Büroausstattung orientiert. Die markante, plastische Straßenfassade schafft eine einladende Wirkung und klare Corporate Identity, die städtische Präsenz mit einem freundlichen Charakter kombiniert. Ein durchgehendes horizontales Band, sorgt neben den außenliegenden Raffstores für Verschattung im Sommer, verbindet die Fassadenelemente und stärkt die gestalterische Einheit.
Die Adressbildung wird im Erscheinungsbild durch eine Kombination von nachhaltigen Materialien, begrünten Fassaden und einer dynamischen Formensprache gebildet. Der Sockel im Erdgeschoss ist mit robusten Faserzementplatten verkleidet und wird durch eine dichte Begrünung ergänzt, wodurch das Gebäude harmonisch in seine Umgebung eingebettet wird. Insgesamt wird das Branding als zukunftsorientiertes Haus der Innovation nach außen klar ablesbar und entfaltet eine starke Symbolwirkung für die hier ansässigen Unternehmen.

„Architektur beginnt für uns beim Ort. Das Life Science Center verankert Forschung im Stadtraum und schafft eine räumliche Atmosphäre für Konzentration, Austausch und Offenheit zwischen Wissenschaft und Stadt.“

Licht, Grün und Flexibilität
Das Gebäude zeichnet sich durch eine ringförmige Grundstruktur aus, die die funktionalen Anforderungen optimal erfüllt. Ein begrünter Innenhof mit Fassadenbegrünung und Freiflächen versorgt die angrenzenden Arbeitsräume mit natürlichem Tageslicht und trägt zur Verbesserung des Mikroklimas bei. Die Gebäudestruktur ermöglicht eine hohe Flexibilität für Labore und Büros, da das Skelettbausystem eine bedarfsgerechte Anpassung der Flächen erlaubt. Der grüne Innenhof dient zudem als Aufenthalts- und Begegnungsraum und stärkt die Aufenthaltsqualität im Gebäude.
„Der Entwurf ist als flexibles System gedacht. Gerade KI-basierte medizinische Forschung verlangt Strukturen, die sich verändern lassen und aus Nutzung, Logik und Kontext heraus entwickelt sind.“
Modulare Erweiterbarkeit und Zukunftssicherheit
Das zugrundeliegende Laborkonzept basiert auf einem modularen Aufbau, der eine langfristige Anpassung an veränderte Anforderungen und zukünftige Entwicklungen erlaubt. Sowohl die Medieneinführungen als auch die Laborinseln und Auswertebereiche sind so konzipiert, dass sie ohne großen Aufwand erweitert, umstrukturiert oder mit neuer Technologie ausgestattet werden können. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass das Labor nicht nur heutigen Standards entspricht, sondern auch zukünftige Entwicklungen in der Laborplanung, neue Arbeitsmethoden und technologische Innovationen flexibel integrieren kann.













