Gemeindebau Nordwestbahnhof Wien

Blockrand Neu

 

Der neue Gemeindebau interpretiert die Blockrandbebauung neu, mit offenen, halbkreisförmigen Höfen, die großzügige Freiräume und ein starkes Gemeinschaftsgefühl schaffen. Er verbindet sich harmonisch mit der Natur, minimiert Bodenversiegelung und bietet gut belichtete Grünflächen. Die geschwungene Form und elegante Gestaltung betonen die Wohnqualität, während differenzierte Fassaden aus Holz und Putz einen markanten architektonischen Charakter schaffen.

Platzierung

1. Preis Wettbewerb 2024

Lage

Wien

Mitarbeitende

Lisa Androsch, Martin Belkovsky, Anika Kristen, Peer Schottke, Yana Tsarynnyk

Größe

17.000 m² BGF

Status

In Planung

Der offene Hof – Gemeinschaft neu definiert

Die halbkreisförmigen Ausnehmungen schaffen interessante Vorplatzsituationen und großzügige, halboffene Freiräume zur Bauplatzmitte. Die klassische Hoftypologie des Wiener Gemeindebaus wird weiterentwickelt: Die halbrunden Höfe öffnen sich nach außen und bilden forumartige Räume, die das Gemeinschaftliche betonen. An der Straßenecke Rebhanngasse/Stichstraße entsteht ein abgerundeter Platz, der mit der Architektur des gegenüberliegenden Bildungscampus harmoniert und eine großzügige Entreesituation zum Nordwestbahnhofareal bietet. Das oberste Geschoss als Staffelgeschoss nutzt die maximale Gebäudehöhe optimal aus. 

Minimaler Fußabdruck – Vernetzung mit der Natur

Der Gebäudeumriss setzt sich in den Untergeschossen fort und minimiert die Versiegelung des Bauplatzes, wodurch großzügige Baumpflanzungen in den offenen Höfen möglich werden. Dies fördert ein optimales Mikroklima und verbessert die Sommertauglichkeit. Die offenen, gerundeten Höfe schaffen gut belichtete Freiräume, die sich harmonisch mit den zukünftigen Nachbarbebauungen im Norden und Westen verbinden, ohne deren Belichtung zu beeinträchtigen. Ziel ist es, einen zusammenhängenden, bauplatzübergreifenden Grünraum zu schaffen. 

Gemeindebau mit Charakter

Die geschwungene Form schafft eine starke bauliche Identität, die in der Tradition des Wiener Gemeindebaus steht und dazu führt, dass sich die Bewohnerschaft mit dem Gebäude identifizieren kann. Das Volumen ist schlicht und zugleich elegant gestaltet. Die architektonischen Mittel sind bewusst so gewählt, dass sie einerseits eine ökonomische Bauweise ermöglichen und andererseits die Qualitäten der Umgebungseinbindung sowie der Wohnraumqualität stärken.

Differenzierte Fassaden

Architektonisch sind die Fassaden der Einschnitte als warme Holzfassaden mit tiefen Loggien gestaltet, die einen Kontrast zu den glatten Putzfassaden entlang der Baufluchtlinien mit vorgesetzten Balkonen bilden. Die Sockelzone zum Straßenraum ist mit großen Glasflächen ausgestattet und bietet dank einer Raumhöhe von 4 Metern vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.